Bundesliga startet nicht mehr in 2020

Bundesliga startet nicht mehr in 2020

Am Wochenende, und damit nur vier Wochen vor dem geplanten Restart des organisierten Spielbetriebs, hat der Rugby-Bundesliga-Ausschuss (RBA) mit über 30 in Hannover anwesenden Vertretern der Erst- und Zweitligisten mit Blick auf die deutlich steigenden Zahlen der Corona-Infektionen, damit verbundenen Unsicherheit und der teils sehr unterschiedlichen Verordnungen der einzelnen Bundesländer beschlossen, die Bundesliga-Saison nicht mehr in diesem Jahr starten zu lassen. Stattdessen wird der Start für März avisiert.
 
Auf der Sitzung hat Colin Grzanna, Head of Physical Performance im DRV, die aktuelle Corona-Lage in Deutschland aus seiner Sicht dargelegt und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Es gebe so viele Fragezeichen, und das spräche für ihn persönlich gegen einen Bundesliga-Start in 2020. Dazu schaffte die Schiedsrichtervereinigung SDRV Fakten, indem sie ihren Schiedsrichtern zwar nicht verbot, aber zumindest davon abriet, Spiele in dieser Situation zu pfeifen.
 
Die Konsequenz: Obwohl das Hygienekonzept als gut bewertet wird, sehen sich nicht alle Vereine nicht in der Lage, das flächendeckend und gemäß der regional doch sehr unterschiedlichen Verordnungen umzusetzen. Und so wurde entschieden, dass in 2020 nicht mehr orgenisiert gespielt wird. Um aber doch Rugby spielen zu können, wird jetzt versucht, regional oder auch vereinzelt überregional Wettkämpfe in Form von Testspielen oder kleinen Serien zu organisieren - entsprechend den geltenden Verordnungen und mit wirksamen Hygienemaßnahmen.
 
In welcher Form im kommenden Frühjahr wieder in den überregionalen Spielverkehr eingestiegen werden soll, ist offen und wurde von den Vereinen noch nicht beschlossen. So könnte die Saison mit einer einfachen Runde abgeschlossen werden. Eine andere Variante könnte die Umstellung auf das Kalenderjahr bedeuten, die dazu auf dem nächsten Deutschen Rugby-Tag (7./8. November in Mönchengladbach) zur Abstimmung gebracht wird. 
 
Weitere Infos folgen in Kürze.